Die Etikettierungsregeln auf den Verpackungen von Lebensmitteln

Über seine logistischen und marketingbezogenen Rollen hinaus unterliegt die Verpackung spezifischen Vorschriften und Verpflichtungen. Obwohl diese Regeln manchmal einschränkend erscheinen mögen, spielen sie eine entscheidende Rolle bei der Vermeidung verschiedener Probleme. Durch die Gewährleistung der Sicherheit von Gütern, Personen und der Umwelt zielt die Produktkennzeichnung darauf ab, den Verbraucher umfassend zu schützen.

Was ist die Etikettierung auf Verpackungen?

Das Produktetikett fasst die auf der Verpackung gedruckten Informationen zusammen und liefert vollständige Details über das Produkt. Dies umfasst die Produkteigenschaften sowie Identifikationsinformationen, wie Verpackungsmaterialien und Recyclingcodes. Die Etikettierung liegt in der Verantwortung des Unternehmens, das für die Markteinführung zuständig ist.

Warum ein Produkt etikettieren?

In Frankreich und in der gesamten Europäischen Union unterliegt die Etikettierung von Lebensmitteln strengen Regeln. Gemäß der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 müssen Lebensmittel, ob vorverpackt oder nicht, eine klare und präzise Etikettierung aufweisen.

Weit mehr als nur eine einfache Formalität spielt die Kennzeichnung von Lebensmitteln eine wesentliche Rolle beim Schutz des Verbrauchers. Sie ermöglicht es tatsächlich, den Verbraucher zu informieren und ihm den Kauf eines Produkts in voller Kenntnis der Sachlage zu ermöglichen.

Beutel_Verpackung_Etikett

Die Pflichtangaben auf den Verpackungen

Die Informationen, die auf dem Etikett von Lebensmittelverpackungen angezeigt werden müssen, sind zahlreich. Hier sind einige der Pflichtangaben, die auf vorverpackten Produkten wie Schokoladenbonbons, Chips oder Kaffeetüten angezeigt werden müssen.

  • Die Verkaufsbezeichnung, die das Produkt definiert (zum Beispiel: Mate-Tee-Aufguss).
  • Die Zutatenliste in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils (einschließlich Zusatzstoffe und Aromen). Allergene Zutaten müssen angegeben werden.
  • Die Menge der Zutaten, zum Beispiel jene, die auf der Kennzeichnung hervorgehoben werden.
  • Die Nettofüllmenge des Produkts. Wenn das Produkt in einer Flüssigkeit ist, die Angabe des Abtropfgewichts.
  • Das Verbrauchsdatum (DLC) für verderbliche Waren, ausgedrückt in der Form „zu verbrauchen bis“ oder, für andere Produkte, das Mindesthaltbarkeitsdatum (DDM), „mindestens haltbar bis“. Diese Angaben müssen in voller Länge erscheinen.
  • Die Identifikation des Betreibers, unter dessen Namen das Produkt vermarktet wird. Er muss in der Europäischen Union ansässig sein. Wenn die Verpackung des Produkts von einem Dienstleister durchgeführt wird, erscheinen die Kontaktdaten des Verpackungszentrums auf der Etikettierung, vorangestellt mit „EMB“.
  • Die Chargennummer der Herstellung, in freier Form angegeben (z. B.: Charge 0000), zu Rückverfolgbarkeitszwecken.
  • Die Gebrauchsanweisung (oder Nutzungshinweise), sofern dies erforderlich ist (z. B.: an einem trockenen Ort aufbewahren).
  • Die Nährwertinformationen. Der Nährwert des Produkts ist seit dem 13. Dezember 2016 verpflichtend. Dieser kann durch den Nutri-Score ergänzt werden. Eine Ausnahme ist für bestimmte Produkte vorgesehen, konsultieren Sie die Liste der Produkte im Anhang 5 der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011.
  • Die Herkunft für bestimmte Lebensmittel.

Die zusätzlichen Angaben der Etikettierung

Neben den obligatorischen Angaben gibt es weitere Angaben, die auf der Etikettierung von vorverpackten Lebensmitteln erscheinen können.

Geregelte Angaben oder Ausdrücke

Geregelte Angaben oder Ausdrücke beziehen sich auf Qualitätslabels. Die Marke muss die notwendigen Schritte unternehmen, um diese Labels zu erhalten, und nicht der Verpackungsdrucker. Hier sind einige Beispiele für geregelte Angaben auf Lebensmittelverpackungen:

  • Handwerklich: Produkt, das von einem Handwerker hergestellt werden muss, der im Handwerksregister eingetragen ist.
  • Biologisch: Produkte aus biologischer Produktion und zertifiziert von einer anerkannten Kontrollstelle (z.B. AB Agriculture Biologique).
  • Vegetarisch, Vegan.
  • Halal, Koscher.
Verpackungshinweise

Marketingbegriffe oder -ausdrücke

Diese Kategorie von Hinweisen auf Verpackungen wird verwendet, um eine bestimmte Zielgruppe anzusprechen. Es ist wichtig, dass diese Hinweise den Verbraucher nicht täuschen und der tatsächlichen Qualität des Produkts entsprechen. Hier sind einige Beispiele:

  • Rein: Begriff, der auf bestimmte Produkte beschränkt ist (z.B. 100% reiner Saft).
  • Hausgemacht oder Selbstgemacht: Das Produkt wird nicht industriell hergestellt.
  • Nach alter Art oder Traditionell: Produkt, das nach alten, dokumentierten Verfahren hergestellt wird.
  • Natürlich: Unverarbeitetes Produkt, wie es in der Natur vorkommt.
  • Aus der Region: Die Rohstoffe oder Produktionsmethoden sind mit einer bestimmten geografischen Region verbunden.
  • Laktosefrei, zuckerfrei, glutenfrei.

Die Einhaltung der Vorschriften ist wesentlich, aber die Verpackung sollte nicht nur informieren: Sie muss auch verkaufen. Erfahren Sie, wie Sie sie als echtes Marketinginstrument nutzen können.

Privacy Overview

This website uses cookies so that we can provide you with the best user experience possible. Cookie information is stored in your browser and performs functions such as recognising you when you return to our website and helping our team to understand which sections of the website you find most interesting and useful.